Die dänische Halbinsel Møn bietet beliebte Ziele für Meerforellenangler. Doch wenn das Wetter nicht mitspielt, muss ein Ausweichrevier her. So verschlug es Rudy van Duijnhoven im Oktober nach Falster zu dänische Silber-Spots.
Ende Oktober waren meine Partnerin Cora, mein Fliegenfischerkumpel Theo van de Poll und ich wieder auf Møn. Wir wohnten in einem Ferienhaus vom Campingplatz Møns Klint. Von dort aus erreichten wir die Angelplätze auf der Halbinsel in dreißig bis fünfundvierzig Minuten. Leider hatten wir kein Wetterglück. Die Temperaturen waren angenehm zum Küstenfischen, aber es wehte jeden Tag ein mäßig bis starker Wind; an zwei Tagen hatten wir sogar Sturm! Der Wind kam meist aus Süden, wodurch wir die Angelplätze an der Nordseite von Møn besuchten. Allerdings trübte das Wasser bald ein, mit hohen Wellen und immer mehr Wasserpflanzen an der Oberfläche, was das Fliegenfischen erschwerte.

Møn ist bekannt für seine wunderschönen Meerforellen. Diesen Fisch fing Rudy vor einigen Jahren im strömenden Regen gefangen
Schwierige Spots
Zu Beginn fischten wir bei Nordfeld, Ålebæk und Brunhoved. Diese Spots waren auch die Hauptziele für Spinnfischer aus Dänemark und Deutschland. Einige fingen mit Blinkern oder Wobblern, die meisten fischten jedoch mit Fliegen: Garnelenimitationen am langen Vorfach hinter einem Sbiro. Damit erreichten sie oft klareres Wasser jenseits des trüben Uferbereichs. Westlich des Parkplatzes von Ålebæk, in Richtung des Pumpwerks Pomlerende, fanden wir einen flachen Abschnitt, der sich gut durchwaten und befischen ließ. Der Grund war üppig bewachsen und das Wasser anfangs glasklar, das Ufer hoch mit Resten von Wasserpflanzen versehen, was uns aber keine Probleme bereitete. Wir fischten hier mit Fliegenruten #7 in neun oder zehn Fuß und schwimmenden WF7-Schnüren mit geflochtenen, schwimmenden oder leicht sinkenden Vorfächern. An der 0,23er oder 0,25er Fluocarbon-Spitze knoteten wir eine kleine Garnelenimation oder einen Streamer ohne Widerhaken. Die Vorfächer brachten es auf eine Gesamtlänge von etwa vier Metern. Wir fingen kleine Meerforellen oder verloren sie im Drill. (…)
Text & Fotos: Rudy van Duijnhoven
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